Stress – Selbstverleugnung – Identitäsverlust

Du gibst jeden Tag dein Bestes und bist immer für andere da, wenn sie dich brauchen. Und trotzdem gibt es diese innere Stimme in dir, die dir erzählt, dass du besser werden musst und noch mehr geht.

Und irgendwann kommt der Tag, wo du in den Spiegel schaust und dir jemand entgegenblickt, den du kaum noch erkennst.

Eine Frau mit leerem Blick, müden Gesichtszügen und faltiger Haut. 
Du fragst dich: „Wie konnte das passieren? Warum habe ich meine Bedürfnisse und Werte so lange ignoriert?“

Für die Anerkennung im Außen? Den Wohlstand oder das Gefühl, wertvoll zu sein?

Wahrscheinlich. Denn du hast es so gelernt und irgendwann als Normalität übernommen.

Aber in Wahrheit hast du deine Gesundheit, deine Werte und deine Sehnsüchte langsam in dir begraben.

Denn der wahre Preis der Selbstverleugnung ist nicht nur Stress – es gibt den Identitätsverlust noch gratis dazu!

Wenn du über Jahre deine eigenen Signale übergehst, verlierst du irgendwann den Zugang zu dir selbst.

👉🏻 Dein Körper rebelliert. Dein Geist wird müde. Dein Antrieb versiegt.

Du merkst es an den kleinen Dingen:

  • Du schläfst schlechter.
  • Du wirst reizbarer.
  • Du ziehst dich immer mehr zurück.
  • Und irgendwann fragst du dich: „Was ist eigentlich mit mir los?“

Ich kann dich beruhigen. Es ist nichts mit dir „los“. Du hast dich nur zu lange selbst verleugnet und innerlich verlassen.

Aber in dem Moment, wo es dir bewusst wird, kannst du es verändern!

  • Du kannst deinem inneren Kompass wieder aktivieren.
  • Dich für ein klares JA für DICH entscheiden.
  • Und für ein Leben, das sich nicht nur richtig anfühlt, sondern auch deins ist.

Dich zu führen – statt dich zu verlieren.

Drei Reflexionsfragen, die dich zurückführen:

  • Wann hast du dich zuletzt gefragt: Wer will ich sein, wenn’s nicht mehr darauf ankommt, was andere brauchen?
  • Wo gibt es in deinem Alltag klare Grenzen zwischen Rollen (Mutter, Tochter, Partnerin, Chefin) und deinem wahren Inneren?
  • Was könnte sich verändern, wenn du dich selbst wieder ernst nimmst – statt funktionierst?

Drei Impulse, die dir helfen können:

  • Fang klein an: Gönn dir täglich 10 Minuten, in denen du nichts leisten musst. Einfach nur atmen. Spüren. Da sein.
  • Finde deine Stimme: Schreib dir regelmäßig auf, was du wirklich willst – nicht was du solltest.
  • Sprich darüber: Mit jemandem, der dich nicht bewertet. Sondern einfach zuhört. Vielleicht mit mir.

Kennst du diesen Moment, in dem du merkst: „Ich bin noch da – aber nicht mehr ich selbst“?

AB JETZT ICH!

Wann hast du eigentlich aufgehört, die wichtigste Person in deinem eigenen Leben zu sein?

Nicht von heute auf morgen.

Es ist einfach passiert.

Du hast dich um andere gekümmert, Verantwortung übernommen und dein Bestes gegeben. Irgendwann war es völlig normal geworden, dass alle anderen zuerst kamen – und du irgendwann später.

Vielleicht hast du dich deshalb in letzter Zeit schon öfter gefragt:

„Wo bin ich eigentlich geblieben?“

Wenn dich dieser Gedanke berührt, dann nimm dir heute Abend 30 Minuten.

Nicht, um noch mehr zu verstehen.

Sondern um dich selbst wiederzufinden.

 

Verena Böer