GÜRTELROSE

Die Gürtelrose hat dich aufgeschreckt – aber sie spricht nur für das, was du ignorierst.

Kennst du das? Der Schmerz schleicht sich nachts an deinen Rücken heran. Erst ist es nur ein prickelndes Kribbeln, aber am nächsten Tag lassen dich die Schmerzen auf der Haut schreien! Herzlichen Glückwunsch zur Gürtelrose – deinem persönlichen Stopp-Schild!

So ging es bereits vielen meiner Klienten – High-Performer, ständig unter Strom. Sie hätten nie gedacht, dass sie mal eine Gürtelrose bekommen. Aber alle vorherigen Warnsignale des Körpers wurden ignoriert, bis der Körper entschied: bis hierher – und nicht weiter.

Gürtelrose fällt nicht einfach so vom Himmel. Das Immunsystem kämpft bereits lange zuvor und gibt sich irgendwann geschlagen. Dann wird das permanente innere Feuer schließlich zu einem äußeren Großbrand auf der Haut.

Ganz oben auf der Liste der Auslöser steht Stress – mentaler Dauerstress, emotionale Dauerspannung. Dein Körper sagt dir: Ich komme nicht mehr nach. Ich bin überreizt. Er versucht dich zu schützen – durch Entzündungen, durch Schmerz.

Warum das gerade jetzt ein Weckruf ist:
Wenn deine mentale Last körperlich wird, dann ist es nicht mehr „nur im Kopf“.
Deine Leistungsmaske schützt dich nicht mehr – sie kostet dich schmerzhaft deinen eigenen Körper.
Jetzt ist kein Platz für ‚Weitermachen‘, sondern für echtes Innehalten.

Drei erste Schritte, die du sofort gehen kannst:

  • Nimm dir die Erlaubnis, langfristig langsamer zu werden. Vielleicht reicht heute schon ein Spaziergang ohne Ziel – einfach, um zu bemerken, dass du atmest.
  • Halte deinen Körper bewusst. Die Impulse aus der Gürtelrose: Hitze, Schmerz – nimm sie wahr und gib dir selbst Anteilnahme. Sag: „Es tut weh. Ich achte auf dich.“
  • Suche Unterstützung – auch von außen. Körperliche Beschwerden zeigen, dass dein System Hilfe braucht. Ein Gespräch, ein Mentor, ein Heilpraktiker, ein Arzt – und gezielte Entspannungspraxis.

Eine Gürtelrose vergeht wieder – ein unterdrücktes System, das dauerhaft am Limit läuft, nicht.

Deshalb: Wenn dein Körper jetzt schreit – dann hör hin! Nicht mit Worten, sondern mit deinem Herzen und deinem Körper.

Was kannst du heute tun, damit du dich wirklich gut fühlst?

 

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AB JETZT ICH!

Wann hast du eigentlich aufgehört, die wichtigste Person in deinem eigenen Leben zu sein?

Nicht von heute auf morgen.

Es ist einfach passiert.

Du hast dich um andere gekümmert, Verantwortung übernommen und dein Bestes gegeben. Irgendwann war es völlig normal geworden, dass alle anderen zuerst kamen – und du irgendwann später.

Vielleicht hast du dich deshalb in letzter Zeit schon öfter gefragt:

„Wo bin ich eigentlich geblieben?“

Wenn dich dieser Gedanke berührt, dann nimm dir heute Abend 30 Minuten.

Nicht, um noch mehr zu verstehen.

Sondern um dich selbst wiederzufinden.

 

Verena Böer